Jürgen von der Lippe.


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Der Papst aus dem Sauerland

5-1980 Zwischen allen Stühlen
7-1981 STAR MAGAZIN
T+M: Hans-Jürgen Dohrenkamp
V: Fanfare Musikverlag Global Musik GmbH & Co.KG



Wenn das nächste Mal in Rom weißer Rauch aufquillt
und die Menge vergnügt: „Habemus papam!“ brüllt.
Dann steht da im päpstlichen Sonntagsgewand
Schwiten Hannes der Erste aussen Sauerland.

Er wird uns allen ein sehr guter Vater sein
und die ganzen Kardinäle kriegen sich gar nicht mehr ein
vor Freude, dass jetzt alles ganz anders wird,
wo Schwiten Hannes die heiligen Geschäfte führt.

Denn dann geht die Schweizer Garde nämlich erst mal in Pension,
und lippische Schützen schützen den Petersdom.
Doch das erste richtig ganz große Trara
ist vermutlich schon am Tage der Krönung da.

Wenn der neue Papst eine Königin benennt,
wie er das von zu Hause vom Schützenfest kennt.
Wo der Schützenkönig auch eine Königin kriegt.
Und wenn der, sagt Schwiten Hannes, wieso ich nicht?


Doch das ist dann noch lange nicht alles.
Padadam im Falle des Falles.
Dass ´n Papst aussen Sauerland das Kirchenschiff lenkt
und zwar anders, als der liebe Herrgott denkt.
Ha ha ha leluja – aha.


Der Petersdom, der wird ja denn wohl auch umbenannt
nach der Kirche in den Dorf, wo Schwiten Hannes herstammt.
Und wenn der Papst dann zum Mittagessen Schnippelbohnen bestellt,
ist auch Schwester Kalloderma, die Köchin, verprellt.

Beim Segen ist die Menge dann freudig erschreckt,
wenn das Weihwasser deutlich nach Doppelkorn schmeckt.
Und der Papst spricht, wobei er ein Grinsen verbirgt:
„Tja, haben wir doch schon mal das erste Wunder gewirkt.“


Und das ist dann noch lange nicht alles.
Padadam im Falle des Falles.
Dass ´n Papst aussen Sauerland das Kirchenschiff lenkt
und zwar anders, als der liebe Herrgott denkt.
Ha ha ha leluja – aha.


Ein paar Kardinäle sind dann doch vergrätzt,
wenn er die Abendandacht durch ´n Skatabend ersetzt.
Den Schwiten Hannes der Erste fast immer gewinnt.
Das Geld wird gespart, wie er sagt, fürs Kind.

Er wünscht sich doch so sehr einen lockigen Knaben,
und der soll es doch mal besser als Papa haben.
Und dann spricht der Papst gelassen das große Wort:
„In Zukunft pflanzt der Papst sich nur noch selber fort.“

Und dann hat er gleich noch einen Geistesblitz:
„Der Vatikan ist jetzt Schwitnischer Familienbesitz.
Und geht immer über auf den ältesten Sohn.
Und die Hauptstadt vom Sauerland, das ist jetzt Rom.“


Und das wäre dann erst mal alles.
Padadam im Falle des Falles.
Dass ´n Papst aussen Sauerland das Kirchenschiff lenkt
und zwar anders, als der liebe Herrgott denkt.
Ha ha ha leluja – aha.


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